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Videos am TV abspielen Übersicht: Fünf aktuelle Streaming-Clients

Mit einem Streaming-Client können Sie auf Ihrem Computer oder im Netzwerk gespeicherte Videos, Musik und Fotos bequem auf dem großen Fernseher abspielen. Wir zeigen Ihnen, welche Geräte es gibt und wo deren Stärken und Schwächen liegen.
Übersicht: Fünf aktuelle Streaming-Clients © D-Link

Den idealen Streaming-Client zu finden ist alles andere als leicht. Auf den ersten Blick ähneln sich die Geräte, die zu Preisen zwischen 50 und 200 Euro angeboten werden, stark. Sie spielen Videos, Musik und Bilder in nahezu beliebigen Formaten ab und eignen sich teilweise sogar zum Websurfen und den Zugriff auf Online-Videotheken wie Maxdome und Lovefilm. Dennoch gibt es deutliche Unterschiede, wie unsere Marktübersicht zeigt.

Western Digital TV Live SMP: Günstiger Einstieg

 Western Digital TV Live SMP © Western Digital Corporation
Western Digital TV Live SMP

Schon seit Jahren ist Western Digital mit Streaming-Clients der "Live"-Serie am Start. Deshalb müssen Sie beim Kauf aufpassen, dass Sie nicht versehentlich ein veraltetes Gerät erwischen. Die aktuelle Serie heißt WDTV Live Streaming Media Player (ca. 90 Euro).

Mit dem Kauf des WDTV Live SMP kann man eigentlich nicht viel falsch machen, ist das Gerät doch so eine Art kleinster gemeinsamer Nenner der Streaming Clients. Bild und Ton gelangen per WLAN oder Ethernet in das Gerät und per HDMI sowie ggf. analogem Audioausgang wieder heraus. Zwei USB-Anschlüsse (je einer intern und extern) erlauben den Anschluss von mit Medien befüllten Datenträgern, also Festplatten, USB-Sticks u.ä.

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An Schwächen wird man WDTV Live SMP hauptsächlich vorwerfen, dass es die auf Blu-rays anzutreffenden Tonformate Dolby Digital TrueHD und DTS HD nicht als Bitstream herausgibt, sondern nur als Downmix. Fotofans vermissen eventuell einen SD-Karten-Schacht. Außerdem taugt das Gerät mangels Browser nicht für Ausflüge ins Internet.

AppleTV: Erste Wahl für iPhone- und iPad-Besitzer

AppleTV © Apple
AppleTV

Wegen seiner Airplay-Kompatibilität ist die zweite Generation des AppleTV (ca. 110 Euro) erste Wahl für Besitzer eines iPhones, iPads und/oder iPod Touch. Sie können Videos, Musik und Fotos von ihren Mobilgeräten zur Wiedergabe an das AppleTV funken. Das klappt auch bei Spielen erstaunlich gut, so dass das Gespann aus Mobilgerät und AppleTV der Spielekonsole Konkurrenz macht. Obendrein hat Apple angekündigt, dass auch die kommende Version 10.8 des Betriebssystems Mac OS X den Bildschirminhalt und Audiomaterial vom Mac an AppleTV übertragen kann.

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AppleTV gefällt damit, dass man Filme aus dem iTunes-Store online ausleihen und per Streaming nahezu sofort anschauen kann. Das Angebot dürfte aber gerne noch umfangreicher sein.

Die größte Schwäche von AppleTV ist die Beschränkung auf 720p. Das ist um so ärgerlicher, als die Hardware durchaus zur Wiedergabe von FullHD-Material in der Lage wäre, wie das per Jailbreak auf AppleTV installierbare, alternative Mediacenter XBMC zeigt.

D-Link Boxee Box DSM-380: Mit Potential für fortgeschrittene Anwender

D-Links Boxee Box (ca. 150 Euro) fällt durch ihr ungewöhnliches Design auf, das an einen teilweise im Boden versenkten Würfel erinnert (siehe oben). Auch die auf dem Fernseher angezeigte Bedienoberfläche gefällt mit einem hübschen Design. Sie ist aber nicht immer ganz einfach zu durchschauen, vermischt Boxee doch im Netzwerk gespeicherte Medien mit solchen aus dem Internet. Gut gefällt die funktionale zweiseitige Fernbedienung, dank der auch das Websurfen mit dem Streaming-Client Spaß macht.

HD-Stream und mobile Geräte

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Auf der Boxee Box kommt das OpenSource-Mediacenter Boxee zum Einsatz. Boxees größte Stärke ist die Erweiterbarkeit durch Apps, die wiederum Videos und anderes Material aus dem Internet herunterladen und abspielen, zum Beispiel von Youtube und Flickr. Das App-Angebot wächst ständig und umfasst mittlerweile auch einige Apps, die den Zugriff auf die Mediatheken deutschsprachiger TV-Sender erlauben. Insgesamt ist das aber noch etwas dünn. Schade ist auch, dass es keinen universellen Appstore gibt. Oft muss man deshalb noch "Repositories" genannte Softwareverzeichnisse konfigurieren, bevor man eine App installieren kann.

Dune HD Smart D1: Das Baukasten-System mit Blu-ray

Dune HD Smart D1 © Dune HD GmbH
Dune HD Smart D1

Dune HD Smart D1 (ca. 190 Euro) ist Teil einer ganzen System-Familie, aus der Sie sich Ihr Mediacenter nach Belieben zusammenstellen können. Neben dem bereits genannten Streaming-Client gehören dazu auch

- Dune HD Smart BE Extension Module, ein Blu-ray-Laufwerk
- Dune HD Smart HE Extension, ein Festplattengehäuse
- Dune HD Digital TV Stick für den Fernsehempfang via DVB-T
- Dune HD Qwerty, eine Mini-Funktastatur (mit allerdings englischem Tastaturlayout)

Konsequenterweise macht Dune HD Smart D1 einen besonders schlanken Fuß bei der Wiedergabe von Blu-rays und beherrscht auch bei kopierten Blu-rays die Anzeige der Navigation.

Sony SMP-N200: Gleich drei Online-Videotheken

Sony SMP-N200 © Sony
Sony SMP-N200

Sonys SMP-N200 (ca. 90 Euro) ist ein echter Winzling, neben dem die optisch gelungene Fernbedienung schon fast riesig wirkt. Dass wir Ihnen das Gerät vorstellen, hat einen guten Grund: Sie können damit gleich aus drei verschiedenen Online-Videotheken Filme ausleihen, nämlich Amazons LoveFilm, Sony Video Unlimited und Mubi.

 
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