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Take a Bow - Verbeugung vor B&W Firmenportrait: Bowers & Wilkins

Bowers & Wilkins zählt zu den erfolgreichsten Boxenbauern. Mittlerweile betätigen sich die Briten erfolgreich auf anderen Gebieten: Ihr Zeppelin segelt auf Erfolgskurs, ihre Kopfhörer kommen an, und mit dem Jaguar sind sie auf der Überholspur.

Zeppelin Air
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© Bowers & Wilkins
Zeppelin Air

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Mit dem Zeppelin stieg der Boxenbauer B&W im Windschatten von iPod und iPhone in den Marken-Olymp auf. Das klanggewaltige, markant und dabei schnörkellos gestylte Lautsprecher-Dock braucht sich hinter den Apple-Produkten keinesfalls zu verstecken und steht bei Händlern und Kunden hoch im Kurs. Mit edlen Kopfhörern und aktiven Computer-Lautsprechern knüpfen die ehrgeizigen Engländer ebenfalls an Apples Erfolg an.

Das Unternehmen aus Worthing in West Sussex ist das Flaggschiff der B&W Group, zu der auch Rotel und Classé Audio gehören. Die eigene Elektronik unter dem Label Aura haben die Briten bereits 1997 eingestellt, um sich voll auf ihre Kernkompetenz rund um Schallwandler konzentrieren zu können.

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Die Nautilus-Technologie markiert einen Durchbruch im Lautsprecherbau und inspirierte
im Laufe der Jahre auch andere Hersteller, ihre Treiber „ins Röhrchen blasen“ zu
lassen. Die Absorption rückwärtiger Schallanteile verleiht dem Klang mehr Transparenz und Detailreichtum. Nach der Ur-Nautilus, deren Form an eine Schnecke erinnerte, hielt
die selbst entwickelte Lösung Einzug in das breite Modellprogramm.

Brothers in Arms

Die Erfolgsgeschichte von Bowers & Wilkins begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit einem Zwei-Mann-Betrieb im südwestenglischen Worthing. Die beiden Kriegskameraden belieferten Kirchen und Schulen mit Audio-Equipment. Erst 1966 machte John Bowers aus seinem Hobby ein Geschäft und gründete B&W Loudspeakers Ltd. Damals setzte der Tüftler noch Chassis von EMI und Celestion ein.

Um alles selbst in die Hand nehmen zu können, holte Bowers hochkarätige Technik-Spezialisten wie Dennis Ward und Ray Greenwood sowie den heutigen Star-Designer Kenneth Grange in das aufstrebende Unternehmen. 1972 eröffnete B&W endlich eine eigene Fabrik in Worthing.

Hier standen State-of-the-Art-Equipment von Brüel & Kjaer und schalltote Messräume zur Verfügung. Damit waren die entscheidenden Weichen zum Weltunternehmen gestellt.

Wie Boxen zur Schnecke gemacht werden

Gründer John Bowers konnte mit seinen Boxen noch viel Ruhm ernten, bevor er 1987 im Alter von 65 Jahren verstarb. Seine Produkte erfreuten sich weltweiter Beliebtheit unter Toningenieuren und kamen in den prestigeträchtigen Abbey Road Studios in London zum Einsatz.

Doch die wesentlichen Durchbrüche in Gebieten jenseits des angestammten, von B&W vor allem auch in Deutschland über lange Jahre maßgeblich geprägten Lautsprechermarkts kamen um die Jahrhundertwende.

Unter seinem Nachfolger Robert Trunz startete B&W 1988 am Genfer See ein eigenes Musiklabel für Jazz, Latin und Electronic und sponserte das bekannte Montreux-Jazz-Festival für die nächsten Jahre.

Die Lautsprecher-Kompetenz wurde 1993 eindrucksvoll mit der Nautilus-Technologie unter Beweis und demonstrativ zur Schau gestellt: Die von Mutter Natur inspirierte Urversion der Nautilus kokettierte mit den rückseitigen, sanft zusammenlaufenden Röhrchen zur Absorption der von den Lautsprecher-Membranen nach hinten abgestrahlten Schallenergie und machte aufgrund ihrer außergewöhnlichen Schneckenform Karriere.

Im Jahr 1998 floss die revolutionäre Technik für besonders transparenten Klang mit der neuen Nautilus 800-Serie in großem Umfang ins B&W-Produktprogramm ein. Vom Vorbild der Natur ließen sich auch die kugelförmigen Subwoofer vom Typ PV1 inspirieren.

Und nicht zu vergessen die 2005 eingeführten, extrem harten und dabei leichten Diamantkalotten. Diese Produkte fallen schon in die 1996 begonnene Ära des heutigen Eigentümers und Geschäftsführers Joe Atkins. Damit wurde nach dem Abgang von Trunz, der nach Südafrika übersiedelte, ein Kanadier zum Kopf des britischen Traditionsunternehmens.

B&W geht mit Jaguar auf die Straße

Unter ihm drang Bowers & Wilkins im neuen Jahrtausend in viele neue Lebensbereiche ein. Die Marke öffnete sich für die Apple-Welt und für das Automotive Business. 2007 machte das Audio-System des mutig gestalteten Jaguar C-XF Furore. Damit begann eine enge Zusammenarbeit, aus der in den folgenden Jahren klangstarke Audiosys-teme für Nobelkarossen wie XK, XF und XJ hervorgingen.

2007 fiel auch der Startschuss für die Society of Sound. Mit diesem Online-Forum wendet sich B&W an alle, die kompromisslosen Klang lieben. Zu dieser Internet-Plattform zählen Mitglieder wie Peter Gabriel, eine Community mit Blogs sowie ein Download-Service für Musik im HD-Format. Damit möchten die Briten unterstreichen, wie sehr sie sich dem wahren Klang verpflichtet fühlen.

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