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Ratgeber Heimnetzwerk 10 Tipps für das vernetzte Heim

Der richtige Player, die passende Software und die beste Verbindung zwischen den Geräten im Netzwerk: Diese zehn Tipps sollten Sie bei der Einrichtung Ihres Heimnetzwerks beachten.

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© OEHLBACH (Symbolbild)
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Tipp 1: Achten Sie auf DLNA-Zertifizierung

Egal, was Sie mit dem zu kaufenden Gerät machen möchten, achten Sie auf eine DLNA-Zertifizierung. Geräte, die mit diesem Zertifikat ausgezeichnet wurden, haben höhere Testanforderungen durchlaufen und sind in der Regel zu mehr Geräten kompatibel als Geräte ohne Zertifizierung. Auf der DLNA-Website können Sie selbst nach DLNA-zertifizierten Produkten suchen.

Tipp 2: Achten Sie auf flexible Verbindungen

Versuchen Sie möglichst, einen Media-Player zu kaufen, der sowohl kabelbasierte als auch drahtlose Verbindung ermöglicht. So können Sie flexibel von einer drahtlosen auf eine kabelbasierte Verbindung wechseln, wenn die Verbindung problematisch sein sollte oder Sie generell eine stabilere Verbindung brauchen.

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Tipp 3: Sichern Sie Ihre drahtlose Verbindung

Sollten Sie eine drahtlose Verbindung nutzen wollen, achten Sie darauf, dass das von Ihnen ausgewählte Gerät sichere und fortschrittliche Verschlüsselungsmethoden wie WAP oder WAP2 unterstützt. Obwohl das bei den meisten neuen Geräten der Fall ist, sollte man darauf achten, dass persönliche Informationen auch wirklich sicher verschlüsselt sind.

Tipp 4: Überlegen Sie, was Sie brauchen

Egal, ob Videos, Fotos oder Musik: Verschiedene Player haben verschiedene Stärken. Lesen Sie Testberichte und probieren Sie die Geräte, wenn möglich, selbst im Laden aus, um zu prüfen, ob sie in Ihr vernetztes Heim passen.

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Tipp 5: Prüfen Sie die Formate

Gehen Sie nicht einfach davon aus, dass Ihr Player 1080p-Videos streamen kann. Manche Geräte streamen nur 720p oder "stottern" beim Abspielen von 1080p. Genauso wichtig ist es zu prüfen, ob der Media-Player alle gängigen Formate abspielt. Die Funktionalität von Audio-Playern variiert zum Beispiel abhängig vom verfügbaren Format wie MP3, FLAC, AAC/M4A, ALAC, WMA und Ogg Vorbis. Wenn Sie DLNA-zertifizierte Geräte nutzen, sollten Sie versuchen, bei MP3 oder LPCM für den Audiobereich zu bleiben. Für Fotos sollten Sie JPEG nutzen und für Videos MPEG-2, MPEG-4 und WMV9.

Rick Schwartz: Der Netzwerk-Spezialist ist Director of Connected Home Software bei Packet Video, die unter anderem die Software TwonkyServer entwickeln.
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© Archiv
Rick Schwartz: Der Netzwerk-Spezialist ist Director of Connected Home Software bei Packet Video, die unter anderem die Software TwonkyServer entwickeln.

Tipp 6: Prüfen Sie alternative Programme

Bloß weil ein Player mit einem vorinstallierten Medien-Server geliefert wird, heißt das nicht, dass dies die einzige Option ist. Während es der Windows Media Player von Microsoft und iTunes von Apple ihren Nutzern ermöglichen, Media-Dateien freizugeben, sind sie nicht immer zuverlässig beim Streamen von Medien innerhalb des Hauses. Premium-Server wie der TwonkyServer sind oft schneller, zuverlässiger und unterstützen in der Regel mehr Geräte und Formate.

Tipp 7: Verwenden Sie kabelbasierte Verbindungen

Die Datenrate, die zum Streamen von Videos in DVD-Qualität benötigt wird, liegt bei 9,8 Mbit/s, für Blu-ray bei etwa 40 Mbit/s. Auch wenn es so aussieht, als würde ein 54-Mbps-Wireless-Router mit dieser Datenmenge zurechtkommen, ist das in der Realität wahrscheinlich nicht der Fall, da weitere Geräte und Dienste um die Bandbreite konkurrieren. Wenn Sie also die Wahl haben, ist eine kabelbasierte Verbindung die bessere Option, denn sie liefert höhere und stabilere Datenübertragungsraten. Zudem haben kabelbasierte Verbindungen keine Abfälle in der Übertragungsrate oder Reichweitenprobleme, wie sie bei der drahtlosen Verbindung manchmal auftreten.

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Tipp 8: Wählen Sie die richtige Frequenz

Dualband-Wi-Fi-Router wie der Linksys EA4500 eignen sich besser für Multimedia-Streaming, da sie 2,4-GHz- und 5-GHz-Frequenzen unterstützen. Das 5-GHz-Band ist weniger anfällig für Interferenzen. Wenn Sie Dualband nutzen und Ihre Geräte das 5-GHz-Band nicht unterstützen oder Probleme mit der Reichweite haben, dann steht Ihnen immer noch das 2,4-GHz-Band zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass drahtlose Telefone, Babyphones, drahtlose Überwachungskameras und Mikrowellen 2,4-GHz-Drahtlosnetzwerke stören können.

Tipp 9: Überprüfen Sie die Signalstärke

Um die Router-Leistung zu erhöhen, sollten Sie versuchen, drahtlose Kanäle zu nutzen, die sich nicht mit denen Ihres Nachbarn überschneiden. Ob das der Fall ist, können Sie mit Software prüfen, die für Smartphones, Tablets oder PCs erhältlich ist. So zeigt Ihnen beispielsweise die Wi-Fi analyzer App für Android-Geräte die Kanäle mit dem stärksten Signal an.

Tipp 10: Benennen Sie Ihre Medien

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Ganz wichtig ist es, dass alle Musikdateien korrekte ID3-Informationen enthalten, da Medien-Server diese Tags nutzen, um Navigationsbäume zu erstellen. Fehlen Interpreten-, Genre- oder Album-Tags, tauchen die Songs im Navigationsbaum nicht in diesen Kategorien auf. Sie können trotzdem über die Liste aller Songs auf diese Titel zugreifen, aber dies ist zeitaufwendiger. Software wie Tag & Rename hilft dabei, Dateinamen in ID3-Tags zu konvertieren.

von Rick Schwartz

 
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