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Ratgeber "Sie hat gekämpft"

Rosel Zech ist tot. Im Alter von 69 Jahren erlag die große Berliner Schauspielerin am 31. August ihrem Krebsleiden. Ihre frühe Begegnung mit Theaterintendant Peter Zadek und dem extravaganten Filmemacher Rainer Werner Fassbinder prägte die ausdrucksstarke Darstellerin. Den meisten Fernsehzuschauern wird Rosel Zech vor allem als Mutter Oberin in der erfolgreichen ARD-Serie "Um Himmels Willen" in Erinnerung bleiben.
© ARD / Barbara Bauriedl

Am 7. Juli 1942 in Berlin geboren, entschied sich Rosel Zech bereits als 19-Jährige für die Schauspielerei: "Meine Eltern haben gesagt: Versuch' das doch." Die Tochter eines Binnenschiffers und einer Schneiderin fing am Theater an, 1965 lernte sie Peter Zadek kennen. Der experimentierfreudigen Theaterlegende hielt sie auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zehn Jahre die Treue. Vergleichsweise kurz war die fruchtbare Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder.

Fasziniert von dieser Mischung aus Stärke und Verletzlichkeit, die die attraktive Frau mit den hohen Wangenknochen und dem kühlen Blick binnen weniger Sekunden auf ihr Gesicht zaubern kann, erklärte der extravagante Filmemacher Rosel Zech zu seinem Star. Er gab ihr die Hauptrolle in "Die Sehnsucht der Veronika Voss" (1981), ließ sie einen drogenabhängigen Ufa-Star spielen, der das Spannungsfeld zwischen Realität und Spiel mit Rauschgift zu betäuben versucht. Der Erfolg war berauschend, die Zusammenarbeit "anstrengend, aber schön". Doch was so vielversprechend begann, endete jäh, als Regisseur Rainer Werner Fassbinder ein Jahr später überraschend verstarb.

"Ich bin bereit, für eine gute Rolle sehr viel zu investieren", erklärt Rosel Zech, die bei den Dreharbeiten zu Percy Adlons Kinofilm "Salmonberries" (1990) sechs Wochen in der Eiseskälte von Alaska ausharrte. "Ich war damals in so einer Art Aufbruchstimmung, wo man Lust auf Extremes hat, wo man ganz weit weg will, um sich wieder näher zu sein." Für ihre Darstellung erhielt sie damals den Bayerischen Filmpreis, der Bayerische Verdienstorden sollte 1999 folgen.

1981 wurde die Schauspielerin dann auch einem größeren Fernsehpublikum bekannt. In der ZDF-Serie "Die Knapp-Familie" spielte sie das fürsorgliche, aber resolute Muttertier. Zahlreiche Auftritte in TV-Filmen wie "Ein fliehendes Pferd" (1984) sowie Episoden der Krimi-Reihen "Tatort" und "Der Alte" folgten. Seit 2003 spielte Rosel Zech in der ARD-Reihe "Um Himmels Willen" die Oberin Elisabeth Reuter. Diese Rolle gab sie im Sommer dieses Jahres auf, als bei ihr Krebs diagnostiziert wurde. "Sie ist sehr aufrecht und sehr bewusst in den Tod gegangen, und sie hat gekämpft", teilte Juliane Lorenz, Zechs enge Freundin und Geschäftsführerin der Rainer Werner Fassbinder Foundation, mit.

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Schauspielerin Rosel Zech
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Rosel Zech spielte seit 2003 in der Serie "Um Himmels Willen" die gestrenge Oberin Elisabeth Reuter.

 
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