Netzwerk Schneller Datentransfer durch neuen WLAN-Standard
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Schon heute ist es möglich, Videos in Full-HD-Qualität vom Heim-Server durch die Luft zum Fernseher zu schicken. Doch manchmal funktioniert es dennoch nicht: weil etwa Sender und Empfänger zu weit voneinander entfernt sind, Decken und Wände das Funksignal erheblich dämpfen, der Nachbar mit seinem WLAN-Netz stört oder 3D-Filme in bester Bildqualität das Netz überlasten.
Genügend Reserven soll der Standard IEEE 802.11ac bieten, an dem schon seit einiger Zeit hinter den Kulissen gearbeitet wird. Bis zu 1,3 GBit/s sind versprochen, also mehr als eine viermal so hohe Datenrate wie 300 MBit/s. Jetzt sind konkrete Pläne bekannt geworden, wann die ersten Geräte mit Gigabit-WLAN auf den Markt kommen sollen. Wie die NetworkWorld auf ihrer Website berichtete, geht der bedeutende amerikanische (WLAN-) Chip-Hersteller Broadcom davon aus, dass bereits Endes dieses Jahres Produkte erhältlich sind.
Jedoch erwartet Rahul Patel, Broadcoms Vize-Präsident für den Bereich Mobile und Wireless, die endgültige Standardisierung nicht bis Dezember 2013. Was aber keinen Hemmschuh darstellen dürfte: Bereits beim WLAN-n-Standard wurden Produkte mit der Kennzeichnung Draft-N (deutscher Entwurf) vor der endgültigen Finalisierung des Standards verkauft.
Verbesserungen im Detail
WLAN-ac nutzt für die Datenübertragung das 5-GHz-Frequenzband, in dem auch WLAN-n-Router funken. Um höhere Geschwindigkeiten zu erreichen, werden größere Frequenzbänder verwendet. Anstatt der für WLAN-n üblichen 40 MHz kommen 80 oder 160 MHz zum Einsatz.
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Nicht nur fürs Streaming von Daten im Heimnetz ist WLAN-ac bestens geeignet. Möglich wäre auch die kabellose Übertragung von HDMI-Signalen. Die Nachfrage dürfte bestehen, da derzeitige Lösungen noch immer recht teuer sind.