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Testbericht Kino-Kritik: Battleship

Regisseur Peter Berg behauptet von sich selbst, das Genre "Super Movie" erfunden zu haben: Prägend seien haufenweise Spezialeffekte, jede Menge Action und so viele Explosionen wie nur irgend möglich. Zuletzt bewies er sein Händchen für gelungenes Popcorn-Kino mit der Superhelden-Komödie "Hancock" (2008). Sein neuestes Action-Feuerwerk, "Battleship", kleckert nicht, es klotzt: Berg zeigt, wie man äußerst unterhaltsam rund 200 Millionen US-Dollar an Produktionskosten kunstvoll in Rauch aufgehen lassen kann.
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© 2011 Universal Studios

Marines gegen Aliens

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© 2011 Universal Studios
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Ein einfaches Flottenmanöver wird in "Battleship" zum intergalaktischen Krieg.

Dass mit wenig Inhalt und viel Geld im Rücken beeindruckendes Kino möglich ist, bewiesen bereits die "Transformers"-Filme. Wie im Fall von "Battleship", das auf dem Gesellschaftsspiel "Schiffe versenken" basiert, wurde rund um ein bekanntes Spielzeug ein Leinwandepos gestrickt. Da ist es vermutlich kein Zufall, dass "Transformers"-Produzent Brian Goldner auch bei der Seeschlacht seine Finger mit im Spiel hat.

Eigentlich sollte es nur ein internationales Flottenmanöver sein, doch aus dem groß angelegten, in beeindruckender Weitwinkel-Perspektive abgefilmten Spiel wird schnell Ernst: Auf dem Meeresgrund lauern feindliche Aliens, die durch die Kriegs-Simulation aufgescheucht werden. Peter Berg lebt in "Battleship" seine Faszination für die Navy, das Militär im Allgemeinen und Waffen im Speziellen wie ein Kind auf dem Abenteuerspielplatz aus: Die Kamera fängt die Schiffe beinahe ehrfurchtsvoll ein, Nahaufnahmen zeigen für Marine-Fans interessante Details.

Der Rest erfreut sich einfach an der episch-bombastischen Schlacht, die losbricht, als die Aliens ihre Angriffslust demonstrieren. Aus organisch wirkenden Raumschiffen, die an Insekten erinnern und bis ins kleinste Detail am Computer ausgearbeitet wurden, schießen sie auf alles, was sich auf dem Wasser und zu Lande bewegt. Nun sind die Fähigkeiten des unkonventionell-chaotischen Marine-Offiziers Alex Hopper (glaubwürdig: Taylor Kitsch) gefragt: Er findet sich plötzlich in der Position des Weltretters wieder und legt sich von seinem Kriegsschiff aus mit den Außerirdischen an.

Eine knallharte, sympathische Crew, darunter sein Bruder Stone (Alexander Skarsgård) und die Waffenexpertin Raikes (Sängerin Rihanna in ihrem überzeugenden Kinodebüt), steht ihm mit Tatkraft und derbem bis herrlich bissigem Humor zur Seite. Als wäre der Kampf um die Erde nicht bereits anstrengend genug, sitzt Hopper auch noch Admiral Shane (Liam Neeson) im Nacken: Weil er seiner Tochter Samantha (Brooklyn Decker) den Hof macht, hat Shane den Hitzkopf auf dem Kieker.

In der millionenschweren Materialschlacht wird weder mit Action noch mit Spezialeffekten gegeizt. Skurrile Sidekicks wie ein panischer Astro-Wissenschaftler und hilflose NASA-Mitarbeiter lockern den gelegentlich allzu penetrant vermittelten Lobgesang auf die US-Army und ihre Veteranen angenehm auf. "Battleship" ist weder besonders anspruchsvoll, noch bietet der Film überraschende Wendungen - aber er macht mordsmäßig Spaß. "Schiffe versenken" braucht schließlich auch nicht mehr als ein paar Steck-Pins und Gitternetze, um bestens zu unterhalten.

Filminfo
Filmbewertung überzeugend 4/5
Filmname Battleship
Originaltitel Battleship
Starttermin 12.04.2012
Regisseur Peter Berg
Genre Action
Schauspieler Taylor Kitsch
Schauspieler Alexander Skarsgård
Schauspieler Liam Neeson
Entstehungszeitraum 2012
Land USA
Freigabealter 12
Verleih Universal
Laufzeit 131 Min.
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