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Testbericht LG 47LEX8

Während man über die Dünnheit der Supermodels geteilter Meinung sein kann, ist der neue LG 47LEX8 kompromisslos und ohne technische Einschränkungen atemberaubend flach.

LG 47 LEX 8

Hersteller
LG
UVP
5000.00 €
Wertung
710.0 Punkte
Testverfahren
1.0

Mit dem 47LEX8 ist dem koreanischen Hersteller LG das fast Unmögliche gelungen: die beste LCDPanel-Technik ins flachste Gehäuse zu bringen. Der große Unterschied zu ebenfalls atemberaubend dünnen Displays, die sich auf dem Markt befinden, ist, dass LG es geschafft hat, die Licht spendenden LEDs nicht am Bildrand zu platzieren, sondern direkt hinter den LCD-Pixeln. Nur dadurch wird echtes lokales Dimmen mit seinem Vorteil eines fantastischen Kontrasteindrucks möglich.

Wie Licht auf nur wenigen Millimetern, die hier zwischen LEDs und LCDs liegen, derart homogen verteilt werden kann, ist das Geheimnis des Herstellers. Laut LG sind es neuartige Schichten mit Nanolinsen, denen das gelingt. Das Ergebnis kann jedenfalls voll überzeugen.

Separierte Technik

Dass die gesamte TV-Technik nicht im Mikro-Display Platz findet, ist verständlich. Netzteil, Anschlüsse und TV-Intelligenz befinden sich in einem hochwertig verarbeiteten Basismodul, auf dem das Display scheinbar schwebend thront. Es wird sogar eine Befestigung mitgeliefert, mit der das Panel sehr nah an die Wand montiert werden kann. Wegen des relativ kurzen Flachkabels zum Modul muss man es jedoch in unmittelbarer Nähe unter dem Bildschirm aufstellen.

Alle Anschlüsse befinden sich an der Rückseite des Medienmoduls. Nur über beigelegte Adapter lassen sich Scart, Komponente und AV anschließen. Frontanschlüsse gibt es nicht einmal für USB. An der Seite liegt der Slot für ein CI-Plus-Modul, oben sind Sensortasten für die Grundfunktionen nebst Menünavigation angebracht.

Tunerseitig ist als gehobene Basisausstattung ein Empfänger für Kabel und DVB-T analog und digital in HD eingebaut. Auf Satellitenempfang verzichtet LG. Der CI-Plus-Schacht erkannte unser Kabel-Deutschland-Modul einwandfrei.

Neben den drei HDMI-Eingängen versteht auch die VGA-Buchse Full HD in 60 Hz – eine Besonderheit. An eine der USB-Buchsen lässt sich ein spezieller Dongle von LG anschließen, der den 47LEX8 ins WLAN bringt. Ansonsten muss man mit dem LAN-Anschluss vorliebnehmen, der etliche Optionen für zügigen Netzwerkzugriff offenlegt.

Wie im Bild zu sehen ist, hat LG das Angebot an Internet-Features via NetCast erhöht. Highlight ist der sauber funktionierende Zugriff auf die Inhalte von Maxdome.

Der klappt auch mit denjenigen HDFilmen, die sich im Leihvorgang über Computer auf Wunsch der Anbieter manchmal verwehren. LG ist auch im Heimnetzwerk gut unterwegs und bringt eine große Auswahl an Filmen, Fotos und Musik von DLNA-Servern auf den Schirm – bis hin zu .MKV- und .TS-Dateien in Full HD AVCHD.

Logische Struktur

Die Bedienung des LG ist sehr gut gelöst. Die beleuchtete Fernbedienung besitzt Zusatztasten für die HDMI-Gerätesteuerung via SimpLink (CEC), hat aber auch die sehr schön gestalteten, übersichtlich sortierten, schnell reagierenden und gut lesbaren Bildschirmmenüs voll im Griff. Durch die logische Struktur behält man sogar die Übersicht, wenn man die vielen Dutzend Einstellungsoptionen einmal ausprobieren möchte.

Als Bonus legt LG einen Steuerstick bei, der wie die Spielkonsole Wii auf Bewegungen reagiert und per Mauszeiger das Geschehen kontrolliert. Das ist Geschmackssache, genauso wie die eingebauten Spiele.

Die Bildqualität ist beim Design-TV nicht vorrangig, aber sie überzeugt. Durch lokales Dimmen und den Verzicht auf eine Scheibe wird ein exzellenter Kontrast gezeigt, der kaum unter Blickwinkeln leidet. Die Farben erreichen dank professioneller Einstellungsoptionen Referenzniveau. Die 400-Hz-Bewegungsglättung arbeitet sauber, jedoch noch nicht ganz perfekt. Gut, dass sie in den neuen Modellen fein justierbar ist.

Alle Daten und Testergebnisse zum LG 47 LEX 8

 
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