Testbericht MartinLogan EM-Set im Test
Gesamtwertung: sehr gut 83 %
Preis/Leistung: sehr gut
- +fantastisch fein auflösendes und auf den Punkt spielendes Set
- -im Maximalpegel etwas begrenzt
Das Ergebnis ist Musik in seiner reinsten Form. Hier schwingt eine nur wenige Mikrometer dünne Folie ganzflächig angetrieben und vor allem breitbandig. Musik tritt nun mal nicht in tiefen, mittleren und hohen Tönen auf, sondern als komplexes Ganzes.
Und der Elekrostat gibt bis auf den Bass und den unteren Mitteltonbereich das gesamte Spektrum breitbandig wieder – ohne Frequenzweichen und andere klangmindernde Hilfsmittel. Ab 500 Hertz abwärts schwingt aber auch hier ein dynamisches 20-cm-Chassis in einem Bassreflexgehäuse, da der Elektrostat wegen seiner offenen Schallwand prinzipbedingt tiefe Frequenzen nur unzureichend wiedergeben kann.
© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Archiv
MartinLogan EM-Set: Aufbau
Um klanglich an die Elektrostaten heranzureichen, setzt MartinLogan im Center und in den Surround-Boxen ebenfalls Folienwandler ein. Diese gefalteten Folien dürfen sich ab 2.300 Hertz Gehör verschaffen und zeigen dank der Faltung eine deutlich größere wirksame Membranfläche als effektive Abstrahlfläche. Damit ist trotz großer Membran eine breite Abstrahlung gewährleistet und ein hohes Dynamikpotenzial gegeben.
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MartinLogan EM-Set: Klang
Doch erst das ganze Set vermag die Zuhörer zu verzaubern. Einen wesentlichen Anteil daran haben die Elektrostaten: Die geschmeidige zarte und doch zupackende Hochton-Auflösung ist einzigartig unter Schallwandlern. Center und Surround-Boxen fügen sich auffallend gut in die Kette ein. Insgesamt klingt das Set sehr fein auflösend, beileibe nie aufdringlich und doch feindynamisch hervorragend mit bestem Fokus. Diese Kombi müssen Sie gehört haben, wenn Sie Musikliebhaber sind.