Testbericht Vergleichstest: 40 Zoll-LCD-Fernseher
Der eine kommt aus Südkorea, der andere aus Japan. In Designfragen scheint man sich in Fernost einig: Schwarz soll der Rahmen sein und glänzen wie Klavierlack. Darunter soll ein transparenter Acrylglasstreifen das Styling abrunden. Zumindest gilt das für den Samsung – beim Sony sorgt er für die optische Abgrenzung des Lautsprechers. Doch integriert das transparente Zierobjekt auch Funktionalität: Am Samsung lenkt die Leiste den Ton aus den nach unten abstrahlenden Lautsprechern in den Raum – Sony versteckt Betriebsstands-LED und Sensorik darin. Leuchtelemente sind ebenfalls hip: Samsung illuminiert die Acrylleiste und Sony sein Logo. Beide Beleuchtungen sind abschaltbar.
Einigkeit herrscht auch an der Anschlussfront. Beide Hersteller sind sich einig, dass ein Gerät aus der oberen Mittelklasse drei HDMI-Eingänge besitzen sollte, von denen einer auf der Geräteflanke sitzt. Des Weiteren findet sich dort an beiden Geräten auch ein USB-Anschluss, der Fotos zu auflösenden Diashows komponiert. Der Samsung untermalt diese sogar mit Musik, Sony konzentriert sich derweil auf innovative Funktionen. So darf der farbbewusste Fotograf händisch den richtigen Farbraum für die Fotoanzeige auswählen: sRGB, sYCC und Adobe RGB stehen hier zur Wahl.
Vergleichstest 40 Zoll-LCD-Fernseher
Ungleiche Brüder
\n SamsungLE 40 A 557- www.samsung.de
- 1.700 Euro
40-Zoll-LCD-Fernseher
Weitere Details69 Prozent
Fazit:Display mit hervorragendem Kontrast und dier Bildcharakteristik einer Röhre - kleinere Probleme in der Signalverarbeitung trüben den Eindruck.
- Testurteil
- gut
- Preis/Leistung
- sehr gut
Pfiffig: Während man nicht fernsieht kann man den Sony als Bilderrahmen missbrauchen, entweder mit eigenen Bildern vom Stick oder den sechs von Sony mitgelieferten. Praktischerweise lässt sich eine Ausschaltzeit definieren. Sonys Tuner-Ausstattung gehört inzwischen zu den opulentesten am Markt: Neben den inzwischen fast obligatorischen Analog- und DVB-T-Tunern bieten sie einen HDTV-fähigen Kabeltuner. Wer damit allerdings auch Bezahlangebote nutzen will, muss auf ein Alphacrypt-Modul zur Adaption der Smartcard setzen.
Innovativ zeigt sich das Bedienmenü des Sony: Hier haben die Japaner die "Xross MediaBar", die bereits in deren PSP und PlayStation 3 zum Einsatz kommt erstmals auf den Fernseher adaptiert. Zwar dürfte die Korrespondenz mit der Fernbedienung etwas zügiger sein, dafür gewinnt die Übersicht. Gerade an letzterem mangelt es in Samsungs Menü. Die neue A-Klasse birgt inzwischen so viele Optimierungsmöglichkeiten für das Bild, dass für Ungeübte schwer ersichtlich ist, wo sie am besten wie justieren.
Beide Geräte kommen mit umfassenden HDMI-CEC-Funktionen, die die Steuerung des Heimkinos erleichtern. Erweiterte Steuerfunktionen, wie beispielsweise für Camcorder (Sony), lassen sich nur herstellerintern nutzen.
Der nahe liegende Verdacht, es handle sich in beiden Fernsehern um dieselben Panels, wurde vom ersten Blick ins Pixelmikroskop zerschlagen. Der Grund: Sony betreibt für seine Oberklassemodelle innerhalb der S-LCD-Fabrik eine eigene Linie. Den Messergebnissen zufolge, hätte Sony jedoch besser auf das Panel seines Konkurrenten gesetzt, denn das Kontrastverhältnis von 1300:1 übersteigt das des W 4000 mit 1000:1 beachtlich. Auch die schwarzdarstellung gelingt dem Koreaner noch einen Tick düsterer als dem ohnehin schon guten Japaner. Dafür hat Sony beim Thema Blickwinkel die Nase vorn.
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