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Vergleichstest Acer vs. Viewsonic: LED/Laser-DLP-Projektoren im Test

Bisher gab es Projektoren mit LED oder Laser anstatt konventioneller Lampe nur im Billig- und im High-End-Sektor. video hat die Vorreiter der Hybrid-Mittelklasse von Acer und ViewSonic zum Test bestellt.

Projektoren mit LEDs statt konventionellem Leuchtmittel findet man bislang selten auf dem Markt. Entweder sind es lichtschwache Pocket-Beamer oder unbezahlbare High-End-Projektoren, die die Halbleiter statt der gängigen Quecksilberdampf-Hochdruck-Gasentladungsleuchte einsetzen, wie die konventionelle Projektorlampe vollständig heißt. Vor allem ein Problem stand der Massenverbreitung bislang im Weg: Die grüne LED ist entweder preiswert oder hell. Daher waren LED-Projektoren bisher entweder zu dunkel oder zu teuer.

Die Vorteile von LED gegenüber der konventionellen Lampe

  • Dank des besseren Wirkungsgrades verringert sich der Stromverbrauch, und sie benötigt weniger Kühlung.
  • Sie enthält kein Quecksilber, das erleichtert die Entsorgung.
  • Schnelle Schaltzyklen von drei farbigen Lichtquellen erlauben eine Farbumschaltung, die das Farbrad ersetzt. 

High-End-Beamer verwenden wassergekühlte Hochleistungs-LEDs für Rot, Grün und Blau. Für die unteren Preisklassen ist das zu teuer. Leistungsfähige LEDs, die mit einfacher Luftkühlung auskommen, gibt es bisher nur in Rot und Blau. Für die Grundfarbe Grün verwenden unsere Testbeamer blaue Laser, die dank ihres hohen Wirkungsgrades unproblematisch einsetzbar sind, und beschießen damit einen Phosphor-Leuchtstoff, der daraufhin grün leuchtet. Damit das Leuchten lange andauert, muss auch er gekühlt werden und verteilt sich daher auf einer rotierenden Scheibe. © Josef Bleier, Stefan Rudnick
High-End-Beamer verwenden wassergekühlte Hochleistungs-LEDs für Rot, Grün und Blau. Für die unteren Preisklassen ist das zu teuer. Leistungsfähige LEDs, die mit einfacher Luftkühlung auskommen, gibt es bisher nur in Rot und Blau. Für die Grundfarbe Grün verwenden unsere Testbeamer blaue Laser, die dank ihres hohen Wirkungsgrades unproblematisch einsetzbar sind, und beschießen damit einen Phosphor-Leuchtstoff, der daraufhin grün leuchtet. Damit das Leuchten lange andauert, muss auch er gekühlt werden und verteilt sich daher auf einer rotierenden Scheibe.

Grüne LED = blauer Laser

Nachteilig ist nur das Problem mit der grünen LED. Acer und ViewSonic bauen nun die ersten Heimkino-Projektoren, die das Problem für die Mittelklasse, also gute Farben bei hoher Helligkeit zu einem vernünftigen Preis, mit einem pfiffigen Trick angehen. Casio war der erste Hersteller, der ihn vor ein paar Jahren bei seinen Business-Beamern anwendete, und nun haben die zwei Testgeräte-Hersteller das Prinzip so verfeinert, dass auch heimkinotaugliche Farben dabei herauskommen.

Kaufberatung: LED vs. 4K: High-End-Beamer im Test

Wenn keine grüne LED mit genügend Wirkungsgrad zur Verfügung steht, muss das grüne Licht eben woanders herkommen. Hierfür verwenden die Entwickler ein Array preiswerter aber sehr effizienter blauer Laser und beschießen damit einen phosphorähnlichen Leuchtstoff, der durch den Laserbeschuss grün aufleuchtet. Nun stehen alle drei Grundfarben für die Projektion bereit. 

Viewsonic Pro9000
Gesamtwertung: gut 68 %
Preis/Leistung: gut
  • +helles, scharfes, kontrastreiches Full-HD-Bild
  • +nachhaltiges Konzept
  • -kein 3D
  • -kein Lensshift
  • -etwas unruhiges Bild

Der Acer K750 und der ViewSonic Pro9000 sind im Gegensatz zu ihren High-End-Pur-LED-Geschwistern mit unter 2.500 Euro preiswert, winzig klein, benötigen weniger Strom, entwickeln kaum Abwärme und liefern trotzdem sehr ordentliche Farben nahe der Videonorm REC709. Auf der anderen Seite reichen die Schaltzeiten des nachleuchtenden Phosphors (bislang) nicht für die 3D-Wiedergabe; darauf müssen die Testgeräte verzichten.

Und die Riesenfarbräume der Profis, Adobe RGB und DCI, sind bei Grün nicht erreichbar. Auch gibt es hier nur ein einfaches Zoom-Objektiv ohne Lensshift. Dafür wird die Lebensdauer der Leuchtmittel mit hervorragenden 20.000 Stunden angegeben.

Acer K750, 2.500 Euro.

Acer K750

Der Acer K750 wird mit einer Transporttasche geliefert, und auch die Fernbedienung mit Mausfunktionen zeugt vom Erbe aus der Präsentationstechnik. Sie beleuchtet dezent die wichtigsten Tasten.

Acer K750
Gesamtwertung: gut 68 %
Preis/Leistung: gut
  • +helles, scharfes, kontrastreiches Full-HD-Bild
  • +nachhaltiges Konzept
  • -kein 3D
  • -vergleichsweise laut
  • -kein Lensshift
  • -etwas unruhiges Bild

Der Beamer wirkt erstaunlich kompakt. Sein simples, relativ kurzes Zoom-Objektiv bildet schön scharf bis in die Ecken ab und zeigt kaum Verzeichnung. Dafür, dass er auch nach Stunden kaum warm wurde, bliesen die Kühlventilatoren ganz erheblich.

Die Menüs wirken aufgeräumt und übersichtlich. Angenehm für Techniker: Die Regler zur Farbjustage beschränken sich nicht auf die Farbtemperatur, sondern umfassen ein Farbmanagement für die Farbmischung aller Primär- und Sekundärfarben.

ViewSonic Pro9000

Im ViewSonic-Beamer steckt im Kern die gleiche Light Engine. Aber das futuristische Gehäuse wirkt wertiger und die Kühlung scheint effizienter integriert zu sein, weshalb sein Gebläse deutlich leiser agierte. In puncto Objektiv und Funktionalität gleichen sich die Geräte. Die Fernbedienung mit dezenten Leuchttasten bietet viele Direkttasten, sodass man das Menü fast nie braucht. Auch hier ist die Tragetasche serienmäßig. Leider war die Farbabstimmung beim Testgerät noch nicht endgültig, weshalb die Kalibrierung etwas aufwendiger geriet.

ViewSonic Pro9000, 2.300 Euro.

Bildqualität

Einmal gleich auf Norm eingestellt, ließen die Tester beide Beamer nebeneinander auf die 3,5 Meter breite CinemaScope-Leinwand des Testkinos projizieren. Sie verhielten sich nahezu identisch und zeigten ein etwa gleich helles Full-HD-Bild von knackiger Schärfe mit sehr gutem Kontrast bei ordentlichem Schwarz für Projektoren ohne adaptive Blende.

Kaufberatung: Zwei Full-HD-3D-DLP-Beamer im Test

Es mag an der noch nicht ganz endgültigen Firmware des ViewSonic gelegen haben, dass der Acer ein wenig plastischer und sein Bild tiefer wirkte. Die Scaler beider Probanden arbeiteten artefaktarm und zeigten selbst DVDs scharf, nur der De-Interlacer reagierte bei PAL etwas unempfindlich und träge, 1080i-Material meisterte er besser.

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Welches Fazit lässt sich ziehen? Sind die Probanden Ökobeamer, weil sie frei von Quecksilber sind und langlebig bei geringem Energieverbrauch? Instant-On und -Off sind angenehm. Beide Modelle kosten so viel wie konventionelle Beamer ähnlicher Qualität inklusive mehrerer Ersatzlampen.

Fazit

Der Acer K750 und der ViewSonic Pro9000 sind die Vorboten der nächsten Heimkinoprojektor-Generationen. Trotz einiger offener Punkte wie 3D sind sie mit ihrer Nachhaltigkeit und schon sehr guten Bild-Performance auf dem richtigen Weg. Wer einen hellen, langlebigen Beamer sucht, der einfach zu handhaben ist, der liegt bei beiden Testgeräten goldrichtig.

Hersteller Acer ViewSonic
Modell K750 Pro9000
Preis in Euro 2500 2300
Internet: www. www.acer.de www.viewsonic.de
Konzept DLP-Projektor DLP-Projektor
Bildqualität max. 435 Punkte gut 73% 316 gut 72% 315
DVD (RGB-Scart / YLIV / HDMI) (75) sehr gut 59 sehr gut 59
High Definition (DVI / HDMI) (100) sehr gut 78 sehr gut 78
Kontrast (65) gut 40 gut 40
Schärfe (45) sehr gut 38 sehr gut 38
Geometrie / 3D (60) befriedigend 32 befriedigend 32
Farbdarstellung (45) sehr gut 37 sehr gut 36
Bildruhe (45) gut 32 gut 32
Ausstattung max. 100 Punkte befriedigend52% 52 befriedigend52% 52
Anschlüsse / HDMI (50) befriedigend 25 befriedigend 25
Projektionsoptik (20) gut 12 gut 12
Sonstige Extras (30) befriedigend 15 befriedigend 15
Bedienung max. 55 Punkte gut 69% 38 gut 71% 39
Einstellmöglichkeiten (27) sehr gut 21 sehr gut 21
Ergonomie (8) gut 5 gut 5
Bildsteuerung (6) sehr gut 59 sehr gut 5
Fernbedienung (14) befriedigend 7 befriedigend 8
Verarbeitung max. 60 Punkte gut 63% 38 gut 63% 38
Anmutung (20) sehr gut 16 sehr gut 16
Material (40) befriedigend befriedigend 22 befriedigend 22
Testurteil max. 650 Punkte gut 68% 444 gut 68% 444
Preis / Leistung gut gut
Daten & Messwerte
Abmessungen 32,1 cm x 8,7 cm x 23,1 cm 32,1 cm x 13,3 cm x 26 cm
Gewicht 4 kg 4,3 kg
Auflösung (Seitenverhältnis) 1.920 x 1.080 / 16:9 1.920 x 1.080 / 16:9
Kontrast nativ / in-Bild / dynamisch 2.013:1 / 1.016:1 / 828:1 1.358:1 / 749:1 / 780:1
Schwarzwert (Full Off) 0,23 Lumen 0,36 Lumen
Flächenweiß (100%) normal / Öko 462 / 277 Lumen 488 / 347 Lumen
Gamma / Abweichung 2,18 / 2,2% 2,19 / 4,6%
Farbtemperatur kalibriert / Abweichung 6.437 Kelvin / 0,6% 6.543 Kelvin / 3,0%
Farbtemperatur Voreinstellungen 5.800 / 5.800 / 7.100 Kelvin 5.000 Kelvin (Firmware-Update)
Ausleuchtung / Farbverteilg. 89,0 / 97,8 % 83,9 / 98,1 %
Abstand pro Meter Bildbreite / Zoom 1,50 – 1,79 / 1,19 1,50 – 1,80 / 1,2
Verbrauch Betrieb / Standby 104 Watt / 0,30 Watt 96 Watt / 0,30 Watt
Anschlüsse
Composite / VGA / S-Video 1 / 1 / 1 1 / 1 / 1
Komponente / DVI / HDMI – / – / 2 – / – / 2
Audio In / Out • / • • / •
USB / Netzwerk – / – – / –
Sonstige RS-232 RS-232
Ausstattung
3D / Brillen dabei / 2D ➜ 3D – / – / – – / – / –
Fernbedienung
Bewegungskompensation
HDMI-CEC (automatische Steuerung)
Einstellung Gamma / Schärfe • / • • / •
Kontrast- / Schärfeautomatik – / – – / –
Farbtemperatur-Korrektur
RGB-Offset / -Gain • / • – / •
Farbraumkorrektur
Lampe regelbar / Irisblende – / – – / –
Lensshift h. / v. / motorisiert – / – / – – / – / –
Motorzoom / Motorfokus – / – – / –
Voreinstellungen / Speicher 7 / 1 7 / 2
Variabler Bildbeschnitt
Besonderheiten LED/Laser-Hybrid– Leuchtmittel LED/Laser-Hybrid- Leuchtmittel
Zubehör Anleitung, Tragetasche Anleitung, Tragetasche
• = ja // – = nein
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