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Vergleichstest Dynaudio Excite-Set

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Dynaudio Excite-Set
Gesamtwertung: sehr gut 83 %
Preis/Leistung: sehr gut
  • +gute Tonalität und beste Plastizität auch bei Stereo
  • -Pegelfestigkeit etwas begrenzt

Bei Dynaudio fängt die Modellpalette bei High End an – darunter gibt es erst gar nichts. Das sagt schon alles. Die Dänen bauen seit den 70er-Jahren ausschließlich höchstwertige Schallwandler. Sie fertigen nahezu alles in Eigenregie. Angefangen bei den Chassis bis zu den Gehäusen haben die Lautsprecherspezialisten alles in der Hand.

Die Excite-Serie gehört zu den High-End-Einsteigerboxen bei Dynaudio. Optisch kommen die Lautsprecher eher dezent klassisch daher. Die farblich abgesetzte Front verleiht den Excite-Wandlern dabei eine elegante Note. Die Verarbeitung ist wie bei allen Serien vorbildlich. Zwei Stand-, zwei Regalboxen sowie einen Center umfasst das Programm. Der neue Subwoofer Sub 600 ist serienunabhängig, dient also auch anderen Surround-Sets des Herstellers als Bass-Unterstützung.

Bewährte Technik

Bei der Technik greifen die dänischen Entwickler auf Bewährtes zurück. Die Membranen sind aus festem Magnesium-Silikat-Polymer (MSP), die Lautsprecherkörbe aus stabilem Alu-Guss und die Schwingspulen aus leichtem Aluminiumdraht gewickelt. Die Frequenzweiche ist mit Impedanz korrigierenden Filtern aufgebaut, was die Phasendrehungen minimiert und den angeschlossenen Verstärkern die Arbeit erleichtert. Als Hochtöner sind bekannte, speziell beschichtete Gewebekalotten des dänischen Herstellers im Einsatz.

Die Excite X36 sind mit 104 Zentimetern Bauhöhe zwar die größten Standlautsprecher im Test, wirken aber immer noch wohnraumtauglich. Sie sind als Drei-Wege-Boxen aufgebaut: mit zwei 18er-Bässen, einem 12er-Mitteltöner und einer 27 Millimeter großen Gewebekalotte.

Der Center ist auffallend zierlich gebaut und schöpft aus zwei 12er-Tief-/Mitteltönern und einer Gewebekalotte sein musikalisches Talent. Für den Rückraum kommt die X16, eine klassische Zwei-Wege-Box, ins Spiel.

Der neue Sub 600 wurde mit einem 30er-Bass-Chassis ausgerüstet, das auf 300 Watt Nennleistung des eingebauten Verstärkers zurückgreifen darf. Das Gehäuse ist in geschlossener Bauweise aufgebaut, was dem Impulsverhalten zugutekommt.

Ähnlich wie B&Ws Boxen-Kombi begeisterte auch Dynaudios Sextett mit einer äußerst glaubhaften Bühnendarstellung. Keiner der Mitbewerber klang im Stereo-Modus derart plastisch. Wenn die Sopranistin Marianne Mellnäs Julsang zum Besten gibt und der Chor einsetzt, dann sind alle Register gefragt. Untermalt von der Kirchenorgel, versetzt diese Aufnahme den Zuhörer – auch ohne Mehrkanalton – mitten ins festliche musikalische Geschehen. Die Excite X36 lassen der Aufnahme viel Raum und geben ihr die nötige Offenheit im Stimmenbereich.

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Im Heimkinobetrieb fiel die gute Integration des Centers auf. Er ähnelt tonal den anderen Wandlern im Set und zeichnet für die gute Sprachverständlichkeit veantwortlich. Es zeigte sich auch, dass der Small-Modus dem kleinen Mitten-Lautsprecher besonders bei Action-Kino hörbar gut tat.

Wenngleich der Sub 600 nicht extrem laut intonieren kann, so zeichnete ihn doch seine nachdrückliche, aber unauffällige und gut integrierte Spielart aus. Klasse, wie der Subwoofer im Film Pakt der Wölfe das beängstigende Grummeln in den Hörraum transportierte. Eine beeindruckende Vorstellung – und das auch in Stereo.

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