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Kaufberatung Top 5: Die besten Surround-Receiver

Sie sind das Herz jeder Heimkinoanlage. Dabei decodieren Surround-Receiver nicht nur den Filmton von Blu-ray und DVD für die Ausgabe auf dem heimischen HiFi-System, sondern verbessern mittels Upscaling und Wandlung die unterschiedlichen Videosignale. Wir stellen Ihnen die fünf besten Surround-Receiver vor.

Top 5: Surround-Receiver
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© Hersteller/Archiv

Mehr als nur Schaltzentrale - diesen Anspruch haben hochwertige Surround-Receiver. Statt "nur" den Sound auf die 5.1-, 6.1-, 7.1- oder 9.2-Anlage zu bringen, reagieren aktuelle Geräte auf neue Technologien wie 3D und 4K und bieten Techniken zur Verbesserung von Bild- und Klangqualität. Vielfältige Anschlussmöglichkeiten sorgen dafür, dass zwischen diversen Quellen wie Fernseher, Stereoanlange oder Blu-ray-Player bequem hin und her geschaltet werden kann. Außerdem reagieren die Hersteller mit erweiterten Netzwerkfunktionen auf die gestiegenen Anforderungen der Kunden.

Das Testfeld

Mit überragender Klangqualität setzen sich der Pioneer SC-LX86 und der Onkyo TX-NR3010 deutlich von der Konkurrenz ab. Das sichert den beiden Surround-Receivern die Plätze 1 und 2 in den Top 5. Bei der Ausstattung liegt hingegen der viertplatzierte Yamaha RX-A2010 mit reichlich Abstand vorn. Der auf Platz 3 rangierende Marantz SR 6007 entscheidet das Rennen um die beste Bedienung knapp für sich. Und selbst der fünftplatzierte Pioneer SC-2022 bringt ein entscheidendes Kaufargument mit: den besonders günstigen Preis.

Bestenliste: Surround-Receiver

Die Bildqualität ist bei fast allen Geräten auf ähnlich hohem Niveau, hier überzeugen vor allem die beiden Surround-Receiver von Onkyo und Marantz auf den Plätzen 2 und 3. Nur der Yamaha kann in dem Punkt nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten. Bei der Verarbeitung liefern die Geräte ähnliche Werte ab, wobei der Pioneer SC-2022 das Schlusslicht bildet.

Die Preisspanne

Die angegebenen Straßenpreise haben wir mittels Preissuchmaschinen im Internet ermittelt. Die Preisunterschiede sind bei den Surround-Receivern doch erheblich. Die beiden bestplatzierten Geräte sind mit 2.145 Euro bzw. rund 1.600 Euro extrem hochpreisig. Yamaha auf Platz 4 bewegt sich mit 1.059 Euro im mittleren Preisfeld, während Marantz und der Pioneer SC-2022 beweisen, dass man auch für deutlich weniger Geld - 749 bzw. 649 Euro - sehr gute bis gute Qualität bekommt.

In der Bildergalerie finden Sie die aktuelle Top-5-Liste der besten Surround-Receiver.

Testsieger: Pioneer SC-LX86

Testwertung: sehr gut (635 von 770 Punkten)
Preis:
ab 2.145 Euro

Pioneer SC-LX86
Gesamtwertung: sehr gut 82 %
Preis/Leistung: sehr gut
  • +serienmäßig mit WLAN-Adapter und AirPlay-Unterstützung
  • -umständliche Video-Einstellungen
  • -keine 4K-Skalierung

Kein Surround-Receiver bietet derzeit einen besseren Klang als der Pioneer SC-LX86. Sowohl im Stereo- als auch im Surround-Betrieb begeistert das Gerät mit einer emotional packenden Wiedergabe und authentischen Klangfarben. Im Vergleich zum zweitplatzierten Receiver von Onkyo kommt der Pioneer zwar nicht ganz an dessen Raumtiefe heran, verfügt aber über mehr Körper und Wärme bei Stimmen und Naturinstrumenten und liefert satteren Sound aus der Tiefe. Das ließ den Pioneer auf das oberste Klang-Treppchen klettern.

Auch bei Ausstattung und Bedienung sammelte das 9.2-Kanal-Modell ordentlich Punkte. Zudem setzt Pioneer mit seinen Direct-Energy-Endstufen auf Energie-Effizienz: Rund 44 Prozent der eingesetzten Leistung im Mehrkanal-Betrieb sollen so gegenüber konventionellen analogen Class-AB-Verstärkern eingespart werden. Zahlreiche Anschlüsse, Internet-Radio, Netzwerk-Audio-Streaming und Apps für Apple-Geräte runden das positive Bild ab, zudem ist der Receiver serienmäßig mit WLAN-Adapter und AirPlay-Unterstützung ausgestattet. Wie der zweitplatzierte Receiver verfügt der Pioneer über das Siegel THX Ultra 2 Plus.

Der Nobel-Surround-Receiver kostet stolze 2.145 Euro, dafür bekommt man das derzeit beste Gerät auf dem Markt.

Alternative: Onkyo TX-NR3010

Testwertung: sehr gut (625 von 770 Punkten)
Preis:
1.599 Euro

Onkyo TX-NR3010
Gesamtwertung: sehr gut 81 %
Preis/Leistung: sehr gut
  • +aufwendige Video-Verarbeitung inklusive 4K-Skaler
  • -MHL-Eingang
  • -keine AirPlay-Unterstützung
  • -teilweise umständliche Menüführung

Ein besseres Bild als der Onkyo TX-NR3010 liefert im Testfeld keiner (lediglich der Marantz zieht in dieser Kategorie mit ihm gleich). Damit sichert sich der Onkyo die Silbermedaille. Eine Art "Nachbrenner" verbessert Videosignale bei Bedarf von 1080p auf 4K mit 4.096 x 2.160 Bildpunkten. Die patentierte Qdeo-Technologie, die für diese gute Bildqualität verantwortlich ist, liefert ein Chip der Firma Marvell. Die InstaPrevue-Technologie zeigt eine Live-Vorschau der Inhalte aller über HDMI angeschlossenen Geräte an.

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Im Bereich Klang liegt der erstplatzierte Pioneer zwar mit einer insgesamt stimmigeren Performance knapp vorne, dennoch sorgte der Onkyo im Hörtest für Aufsehen. Er begeistert mit einem riesigen Raum, der deutlich über die Boxen hinauswächst. Selbst im Stereo-Betrieb entwickelt sich eine enorme Raumtiefe.

Der Receiver von Onkyo bewegt sich preislich in ähnlich hohen Sphären wie der Spitzenreiter von Pioneer. Für dennoch mehrere Hundert Euro weniger liefert er derzeit annähernd gute Klang- sowie überragende Bildqualität. Wer auf AirPlay und Energie-Effizienz verzichten kann, der bekommt mit dem Onkyo einen starken 9.2-Surround-Receiver, der nur knapp den Spitzenplatz verfehlte.

Preis-Leistungs-Tipp: Marantz SR 6007

Testwertung: sehr gut (620 von 770 Punkten)
Preis:
ab 749 Euro

Marantz SR 6007
Gesamtwertung: sehr gut 81 %
Preis/Leistung: sehr gut
  • +sehr knackige, emotionale Darbietung
  • +ideal für Musik in Stereo und Surround
  • -
    -ohne OSD schlecht bedienbar

Der Marantz SR 6007 ist zwar nicht das günstigste Gerät im Test, aber deutlich preiswerter als die beiden Receiver vor ihm und mit überzeugenden Ergebnissen in den Testkategorien Bild, Ausstattung und Bedienung durchaus verdient auf dem Siegertreppchen.

Bei der Klangqualität müssen im Vergleich zu den Plätzen 1 und 2 Abstriche gemacht werden. Der tiefreichende, extrem knackige Bass überzeugte dennoch im Test. Das Modell erzeugt im Surround-Modus einen großen Raum und selbst im Stereo-Betrieb stellt er die Musiker fokussiert vor dem Zuhörer auf. AirPlay ist bei den Surround-Receivern längst noch keine Selbstverständlichkeit, aber beim Marantz serienmäßig dabei.

Wer nicht in einen Nobel-Surround-Receiver investieren möchte und zudem Gefallen an dem Marantz-Design mit seinem runden, stark reduzierten Display findet, wird mit dem drittbesten Gerät seine Freude haben.

 
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