Vergleichstest Vier Surround-Lautsprecher-Sets im Test
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Die Testkandidaten in der Übersicht
- Jamo D 600 Ultra2 5.1-Paket € 4.000
- KEF R300, R200C, R400b € 4.300
- Klipsch RB -61 II, RS-62 II, RC-62 II, SW-112 € 3.100
- MartinLogan EM ESL, C2, FX2, Dynamo 700 € 6.610
Ob Paul Klipsch aus USA, Raymond Cooke aus England, Preben Jacobsen und Julius Mortensen aus Dänemark oder Gayle Martin Sanders und Ron Logan Sutherland aus den USA: Am Anfang ihrer Karriere standen neue Ideen, Lautsprecher besser zu machen. Und jeder hat das auf seine eigene Weise geschafft – sechs Lautsprecher-Macher, die Geschichte schrieben.
Klipsch: Hornlautsprecher
Als Paul Klipsch sein legendäres Klipschorn baute, war der Begriff Hi-Fi noch gar nicht geboren; Röhrenverstärker waren an der Tagesordnung. Für Klipsch bestand die Herausforderung darin, aus den wenigen Watt eines Röhrenverstärkers möglichst viel Schallenergie herauszuholen.
Gesamtwertung: gut 74 %
Preis/Leistung: sehr gut
- +extrem dynamisch und detailverliebt mit guter Tonalität
- -Center bündelt horizontal recht stark
Klipsch Reference II Set im Test
Klipsch kam im wahrsten Wortsinn „auf den Trichter“. Abgeschaut vom Grammophon vorangegangener Dekaden, entwickelte der Amerikaner 1948 eine ausgeklügelte Hornkonstruktion, die eine Raumecke als Hornverlängerung nutzte, um trotz begrenzter Gehäuseabmessung tief in den Basskeller spielen zu können. Das legendäre Klipschorn war geboren.
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KEF: Uni-Q – die radialsymmetrische Punktschallquelle
Raymond Cooke gründete seine Kent Engineering & Foundry, kurz KEF, Anfang der 60er-Jahre ebenfalls mit einer Vision: Der Elektrotechniker der BBC experimentierte mit neuen Membran-Materialien und -Technologien und glaubte, mit speziellen Kunststoffen eine natürlichere Musikwiedergabe zu erreichen. Tatsächlich stattete er die BBC mit seinen Pretiziosen aus – eine Ehre, die einer Adelung gleichkommt.
Gesamtwertung: sehr gut 79 %
Preis/Leistung: überragend
- +tonal fehlerfreie Wiedergabe mit bester Abbildungspräzision
- -eine gute Ausrichtung auf den Hörplatz erforderlich
Jamo: THX-Lizenz mit D'Apollito-Chassis
Als der Tüftler und Tischler Preben Jacobsen und sein Schwager Julius Mortensen, seines Zeichens erfolgreicher Geschäftsmann, 1968 Jamo gründeten, konnten sie nicht ahnen, dass sie einmal Europas größter Lautsprecherhersteller sein würden. Das Erfolgsrezept: bauen, was die Kunden suchen, gutes Design und gute Technik zu einem bezahlbaren Preis.
Gesamtwertung: sehr gut 78 %
Preis/Leistung: sehr gut
- +bestes Dynamikpotenzial in allen Frequenzlagen, neutrale Abstimmung
- -große Abmessungen
MartinLogan: Der Flächenstrahler – ein Exot
Gesamtwertung: sehr gut 83 %
Preis/Leistung: sehr gut
- +fantastisch fein auflösendes, auf den Punkt spielendes Set
- -im Maximalpegel etwas begrenzt
Die beiden Hi-Fi-Begeisterten feierten Mitte der Achtziger mit dem Hybrid-Elektrostaten Monolith ihre ersten Erfolge. Heute gibt es bei MartinLogan neben Full-Range- auch Hybrid-Elektrostaten mit konventionellen Basstreibern sowie Heimkino-Systeme mit Center- und Surround-Lautsprechern sowie magnetostatischen Folien-Hochtönern.
Fazit
Alle Systeme im Test weisen eine Gemeinsamkeit auf: Jedes bündelt den Schall mehr oder weniger auf seine Weise und sorgt damit für beste Abbildungspräzision. Das macht sich insbesondere im Heimkinobetrieb positiv bemerkbar, da so selbst nebensächlich erscheinende Geräusche zutage treten.
Tabelle: Testergebnisse im Überblick
| Hersteller | Jamo | KEF | Klipsch | MartinLogan |
| Modell | D 600 Ultra2 5.1-Paket | R300, R200c, R400b | RB-61 II, RS-62 II, RC-62 II, SW-112 | EM ESL, C2, FX2, Dynamo 700 |
| Preis | 4.000 Euro | 4.300 Euro | 3.100 Euro | 6.610 Euro |
| Klangqualität max. 900 Punkte | sehr gut 79% 709 | sehr gut 80% 724 | sehr gut 78% 706 | sehr gut 84% 752 |
| Natürlichkeit (100) | gut 72 | sehr gut 82 | gut 70 | sehr gut 80 |
| Auflösungsvermögen (100) | gut 73 | sehr gut 80 | sehr gut 80 | überragend 90 |
| Sprachverständlichkeit (100) | gut 70 | sehr gut 81 | sehr gut 75 | sehr gut 83 |
| Räumliche Abbildung (100) | gut 68 | sehr gut 80 | sehr gut 75 | sehr gut 87 |
| Spielfreude (100) | sehr gut 78 | sehr gut 82 | sehr gut 85 | sehr gut 86 |
| Basspräzision (100) | überragend 90 | sehr gut 76 | gut 70 | sehr gut 75 |
| Tiefgang (100) | sehr gut 89 | sehr gut 83 | sehr gut 89 | überragend 93 |
| Pegelfestigkeit (100) | überragend 90 | sehr gut 80 | überragend 90 | sehr gut 81 |
| Set-Harmonie (100) | sehr gut 79 | sehr gut 80 | gut 72 | sehr gut 77 |
| Ausstattung max. 80 Punkte | sehr gut 75% 60 | sehr gut 75% 60 | Gut 63% 50 | sehr gut 75% 60 |
| Verarbeitung max. 240 Punkte | sehr gut 75% 180 | sehr gut 77% 185 | Gut 63% 150 | sehr gut 81% 195 |
| Anmutung (120) | sehr gut 90 | sehr gut 95 | gut 75 | sehr gut 100 |
| Material (120) | sehr gut 90 | sehr gut 90 | gut 75 | sehr gut 95 |
| Testurteil max. 1220 Punkte | sehr gut 78% 949 | sehr gut 79% 969 | Gut 74% 906 | sehr gut 83% 1007 |
| Preis / Leistung | sehr gut | überragend | sehr gut | sehr gut |
Tabelle: Daten und Messwerte
| Hersteller | Jamo | KEF | Klipsch | MartinLogan |
| Modell | D 600 Ultra2 5.1-Paket | R300, R200c, R400b | RB-61 II, RS-62 II, RC-62 II, SW-112 | EM ESL, C2, FX2, Dynamo 700 |
| Preis | 4.000 Euro | 4.300 Euro | 3.100 Euro | 6.610 Euro |
| Internet: www. | jamo.com | kef.com/html/de/ | klipsch.com | audio-components.de |
| Daten & Fakten | ||||
| Front (B x H x T) / Gewicht | 64,5 x 39,3 x 22,9 cm / 13 kg | 21 x 38,5 x 34,5 cm / 12 kg | 21,6 x 39,1 x 31,2 cm / 8 kg | 22,9 x 132,3 x 41,4 cm / 16 kg |
| Center (B x H x T) / Gewicht | 64,5 x 39,3 x 22,9 cm / 13 kg | 53 x 17 x 30,5 cm / 14,4 kg | 59,7 x 20,3 x 32,4 cm / 13,8 kg | 48,2 x 16,4 x 36,5 cm / 11,1 kg |
| Rear (B x H x T) / Gewicht | 51,6 x 32,7 x 22,1 cm / 9 kg | 21 x 38,5 x 34,5 cm / 12 kg | 41,5 x 38,1 x 23,4 cm / 10,3 kg | 35,5 x 37,9 x 17,2 cm / 7,3 kg |
| Subwoofer (B x H x T) / Gewicht | 58,7 x 55,7 x 50,1 cm / 32 kg | 33 x 36,5 x 35,1 cm / 21,5 kg | 36,8 x 40,6 x 48,3 cm / 20,9 kg | 29,7 x 31,9 x 31 cm / 21 kg |
| Oberflächen | Lack | Lack Hochglanz, Furnier | Folie | Lack |
| Farben | Grau | Schwarz, Weiß, Palisander, Nussbaum | Esche-Schwarz, Kirsche, (Sub, Surround nur in Schwarz) | Schwarz (ESL auch Hochglanz) |
| Besonderheiten | THX-Ultra2-lizenziert | – | – | Front Hybrid-Elektrostat |
| TechnikFront// Center // Rear | ||||
| Bauart | Sub-Sat-Set | Sub-Sat-Set | Sub-Sat-Set | Sub-Sat-Set |
| Anzahl Wege | 3 // 3 // 3 | 3 // 3 // 3 | 2 // 2 // 2 | 2 // 2,5 // 2 |
| Magnetisch geschirmt | – | – | – | – |
| Besonderheiten | – | Koaxial-Chassis im MHT-Bereich | Tractrix-Horn im MHT-Bereich | gefalteter Magnetostat-Hochtöner Center und Rear |
| TechnikSubwoofer | ||||
| Arbeitsprinzip | geschlossen | geschlossen | Bassreflex | geschlossen |
| Phase variabel / schaltbar | • / – | – / • | – / • | – / • |
| Hochpegeleingang / -ausgang | – / – | – / – | • / – | – / - |
| Raumanpassung | • | • | – | – |
| Fernbedienung Sub | • | – | – | – |
| Messwerte | ||||
| Maximalpegel Front/Center/Rear/Sub | 109,5 / 109,5 / 103 / 112 dB | 103 / 103 / 103 / 101 dB | 101 / 111 / 105 / 111 dB | 106,5 / 106,5 / 102 / 105 dB |
| Impedanz Front (min./Durchschnitt) | 3,7 / 4 Ohm | 3,1 / 3 Ohm | 4 / 4 Ohm | 1,7 / 2 Ohm |